Der Freikreuzweg am Stationsberg in Wüstheuterode wurde in Eigenleistung renoviert

Zurzeit werden die Menschen von schlechten Nachrichten überflutet. Es gibt aber auch noch gute Nachrichten. Ich möchte von einem Beispiel aus Wüstheuterode berichten.

Im Jahre 1765 wurde von den damaligen Wüstheuteröder Einwohnern ein Freikreuzweg am Berge über Wüstheuterode errichtet. Später wurde dieses Gebiet der Stationsberg genannt. Dieses Kulturdenkmal wurde in seiner Vergangenheit immer wieder von seinen Bürgern gepflegt, ausgebessert und verschönert, weil dieser Ort idyllisch gelegen und ein religiöser Ort der Stille und des Betens ist. Heute gibt es nur noch ganz wenige Orte dieser Güte und Bedeutung. Bei den Restaurierungsarbeiten spielten finanzielle Belastungen eine große Rolle, die manchen Einwohnern richtig weh taten. Die letzte große Restauration und Umgestaltung fand im Jahre 2003 statt. Betriebe wurden beauftragt und die kosteten der Gemeinde sehr viel Geld. Schon nach 16 Jahren musste wieder Hand angelegt werden, weil teils durch Verwüstung, Pfusch und Zerfall der Kreuzweg in einem bedauerlichen Zustand war. Bemerkenswert und wichtig ist, dass die jetzige Restauration wieder in Eigenregie übernommen wurde, Lohn und Zeit nicht im Mittelpunkt des Geschehens standen, sondern die Bedeutung des Kulturdenkmals für den Bürger in unserer Gemeinde wichtig war. In Absprache mit der Gemeindeverwaltung, die die Materialkosten übernahm, erklärten sich die Männer des Volkschores sofort bereit in Eigenleistung den Kreuzweg wiederherzurichten. Unter der Leitung von Malermeister Wigbert Kohl und Ralf Peter Merker, Vorsitzender des Chores, wurde das Vorhaben begonnen. Mehr als 100 Stunden und viele Einsätze waren notwendig, um die Restaurierung abzuschließen. Besonders aktiv zeigten sich bei den Einsätzen der Küster Erich Obst, Mario Schneemann und die Chormitglieder Siegfried Gille, Hansi Preiß und Thomas Kistner. Allen sei recht herzlich gedankt!

Welche speziellen Arbeiten fielen an:

  • alle Stationen wurden imprägniert,
  • der marode Putz an den Bildumrahmungen musste entfernt werden,
  • neue Umrahmungen wurden aufgemessen, zugeschnitten, angepasst und mit abschließenden Winkelrahmen eingesetzt,
  • das Firstkreuz erhielt einen neuen Anstrich,
  • außerdem wurden die Stationen von Moos und wuchernden Jungpflanzen befreit.

In naher Zukunft müssen die Natursteintreppen und die Natursteinmauer erneuert und ausgebessert werden. Ich würde mich freuen, wenn ein anderer Verein diese Arbeiten uneigennützig unterstützen würde und ich davon in den nächsten Wochen berichten könnte. In großer Erwartung

Reiner Merker, Dorfchronist

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