Gemeindefest in Uder

Dem Wetter nach zu urteilen, stand das Gemeindefest in diesem Jahr scheinbar unter einem traurigen Stern. Immer mal wieder unterbrachen Regenschauer den Ablauf und die Altarstufen im Inneren der Kirche wurden zur Bühne für eine Vielzahl von Ständchen und Dankesworten. Dankesworte an unseren Herrn Pfarrer Jacob und seine Schwester Brigitte. Beide haben über neun Jahre das Gemeindeleben im Ort und in den umliegenden Filialgemeinden begleitet. Und so war es nicht verwunderlich, dass neben Steinheuterode, Schönau und Uder auch Thalwender, Birkenfelder und Luttersche Gäste zum Fest anwesend waren. Viele von ihnen wollten sich gern persönlich mit ein paar erinnernden und dankenden Worten verab­schieden - wollten Glück und Gesundheit wünschen für die kommende Zeit. Danke sagen, dass sich die Türen des Pfarrhauses öffneten auch außerhalb der Öffnungs­zeiten und sicher öfter ihr Privatleben darunter litt. Jedoch hat man es ihnen nie angemerkt. Sondern die Zugehörigkeit zum Dorf, zu den Filialen stand immer im Mittelpunkt und war ihnen besonders wichtig. Sei es im Vereinsleben, zu gesell­schaftlichen Veranstaltungen, Festen etc. Ein Pfarrer, der die Nähe zu den Men­schen suchte und sie auch fand. Der Gottesdienst am Sonntagnachmittag reflektierte dieses Miteinander, als die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Und selbst die Seiteneingänge waren belagert und mussten Platz bieten für die vielen Menschen.

Zum anschließenden Gemeindefest auf dem Gelände um die Kirche gab es natürlich zahlreiche Worte des Dankes von den Vertretern der Gemeinde Uder, den Kinder­gärten und den ansässigen Vereinen. Es ist dem Regen anzurechnen, dass die Reden nicht zu lang wurden. Und so konnte gefeiert, erzählt, gesungen und gelacht werden.

Das Kuchenbufett im und um den Kirchturm herum zählte mehr als 70 Torten und Platten und das Kaffeekochen wurde wohl zum Marathon. Ein besonderes „Vergelt’s Gott“ sei gerichtet an all die Bäckerinnen und vorbereitenden Hände vor und nach dem Fest. Der Kirmesverein war zuständig, den Durst der Gäste zu löschen. Die Pfadfinder übernahmen den Bratwurstrost. Frau Rohner unterhielt musikalisch auf dem Schifferklavier, ehe sie von den Uderaner Musikanten abgelöst wurde. Gegen Ende des Gemeindefestes gab es für alle Gäste die Gelegenheit, sich in der Kirche noch einmal an Pfarrer Jacob zu wenden. Hierzu konnte man vor dem Altar ein Licht anzünden und mit den eigenen Worten und Wünschen persönlich Danke sagen.

Es war trotz des zeitweise einsetzenden Regens ein schönes Gemeindefest, wenn­gleich ein Abschied meist mit Wehmut verbunden ist. Die zukünftige Wirkungsstätte unseres Pfarrer Jacob (nun schon ehemaligen Pfarrer) in und um die Kirche von Berlingerode wird wieder ein Neuanfang sein - für ihn und auch für uns. In einem seiner Lieblingslieder heißt es treffend „Pilger sind wir Menschen“ und so werden sich wieder neue Lebenssituationen ergeben, neue Erfahrungen und neue Horizonte. Wir, die Gemeinde Uder, und das soll nicht auf die katholische Gemeinde begrenzt sein, möchten uns noch einmal ganz herzlich bei Pfarrer Jacob und seiner Schwester bedanken für das vielfältige Vertrauen, ihr Entgegenkommen und ihre Anwesenheit in den zurückliegenden Jahren.

Th. Koch



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