Hochwasser in der Nacht vom 16. zum 17. August

Alles begann wie so oft. Starker, lang anhaltender Regen überflutet Straßen und lässt die ersten Keller volllaufen. Die Freiwillige Feuerwehr rückt aus, um Keller leer zu pumpen. Doch dann beginnt es auch für die Einsatzkräfte gefährlich zu werden. Die Feuerwehrfahrzeuge müssen aus der Gefahrenzone gebracht werden und plötzlich bekommt der Einsatz einen ganz anderen Stellenwert. Stand zuerst der Gedanke im Vordergrund, die Einwohner vor größerem Vermögensschaden zu schützen, geht es nun vorrangig darum, Menschen aus Gefahrensituationen zu retten.

Ein regional begrenzter aber dafür sehr heftiger Regen hat zahlreiche Orte im nordwestlichen Eichsfeld überzogen. Die sich auf diese Orte, wie Rustenfelde, Burgwalde oder Schönau, ergießenden Regenmassen überschwemmten ganze Tallagen. Im Bemühen, Andere vor großer Not zu schützen und aus der Gefahr zu retten, ist ein junger Feuerwehrmann aus Rustenfelde selbst in eine vorher nicht absehbare Gefahrensituation gekommen, die ihm das Leben gekostet hat. Das hat uns alle sehr betroffen gemacht. Wir sehen an diesem Beispiel deutlich, was unsere freiwilligen Feuerwehren leisten. Dort, wo sich andere aus der Gefahr begeben, da gehen unsere Feuerwehrleute hinein.

Dankbar sind wir für die große Unterstützung, die den vom Hochwasser betroffenen zuteil geworden ist. Nach der praktischen Hilfe vor Ort durch die vielen Feuerwehren, einheimische Betriebe und die zahlreichen freiwilligen Helfer setzte eine große Welle der Hilfsbereitschaft durch die Bevölkerung ein. Schon bald waren die Lager für die vielfältigen Sachspenden voll. Doch es gab auch Familien, denen die Elektrogeräte nicht halfen. Wenn das Haus derart zerstört ist, dass man Waschmaschinen und dergleichen nirgends hinstellen kann, dann zeigt das auch die Dimension der unterschiedlichen Betroffenheit. Das von der Gemeinde Uder eingerichtete Spendenkonto für Schönau erreichte am 28. August einen Stand von über 20.000 EUR. Beim Benefizkonzert für die Gemeinden Rustenfelde und Schönau am 30. August in Thalwenden kamen mehr als 17.000 EUR zusammen. Diese große Solidarität und Hilfe untereinander ist umso wichtiger, wenn man weiß, dass bei diesen regional begrenzten Hochwasserereignissen kaum mit staatlicher Hilfe für die Betroffenen zu rechnen ist. Deshalb gilt ein großer Dank allen Initiativen und allen Spendern, die den Betroffenen helfen wollen, bald wieder in normale Lebensverhältnisse zurück­kehren zu können.

Th. Heddergott

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